Say-Oh: Brillen aus Damaststahl, handgefertigt in Sanjō

Say-Oh: Brillen aus Damaststahl, handgefertigt in Sanjō

Say-Oh ist neu Teil der BONOCLER Select Kollektion. Ein Porträt einer Manufaktur, die Brillen nicht produziert, sondern schmiedet.

Sanjō: eine Stadt, die seit 400 Jahren Metall bearbeitet

Sanjō in der Präfektur Niigata ist in Japan ein Begriff. Seit dem 17. Jahrhundert entstehen hier Nägel, Messer, Sicheln, Werkzeuge – eine Handwerkstradition, die sich über Generationen verfeinert hat. Wer in Sanjō Metall verarbeitet, arbeitet in einem Umfeld, in dem Schmiedekunst Alltag ist und nicht Nostalgie.

Genau dort entstehen die Fassungen von Say-Oh. Nicht in einer Fabrik, sondern in einer Werkstatt, in der ein kleines Team jeden Arbeitsschritt selbst ausführt.

Vom Forscher zum Brillenmacher

Gegründet wurde Say-Oh von Christopher Esposito. Er kam ursprünglich als Wissenschaftler für einen befristeten Auftrag nach Japan. Aus zwei geplanten Jahren wurden Jahrzehnte: Er blieb, gründete eine Familie und wandte sich vom Grossunternehmen ab, hin zum Handwerk.

Was ihn dabei antreibt, ist weniger ein Designanspruch als eine Haltung: Die Verbindung zwischen dem Menschen, der etwas herstellt, und dem Menschen, der es trägt, soll wieder sichtbar werden. Bei Say-Oh heisst das ganz konkret, dass man an jeder Fassung erkennt, dass Hände daran gearbeitet haben.

Damaststahl: das seltenste Material im Brillenbau

Damaststahl entsteht, indem verschiedene Stahlsorten in vielen Lagen übereinander geschmiedet, gefaltet und wieder verschweisst werden. Beim Schleifen und Ätzen tritt die charakteristische Maserung hervor – wellenförmig, fliessend, bei jedem Stück anders. Man kennt das Material von japanischen Küchenmessern und Klingen.

In Brillen ist es eine Rarität. Damaststahl lässt sich nicht in Formen giessen und nicht in Serie fräsen; jeder Bügel, jeder Steg, jede Ecke muss geschmiedet und von Hand bearbeitet werden. Der Aufwand ist der Grund, warum kaum jemand das macht. Und der Grund, warum keine zwei Fassungen identisch aussehen.

Ergänzend arbeitet Say-Oh mit japanischem Titan sowie japanischem und italienischem Acetat – Materialien, die leicht, hautverträglich und langlebig sind.

Alles unter einem Dach

Der eigentlich ungewöhnliche Punkt an Say-Oh ist die Fertigungstiefe. In der Brillenbranche ist die Arbeit üblicherweise auf viele spezialisierte Zulieferer verteilt: einer macht die Fronten, einer die Bügel, einer die Scharniere, einer die Oberfläche. Say-Oh vereint diese Schritte in der eigenen Werkstatt – bis hin zum Bau der Werkzeuge, mit denen gearbeitet wird.

Das ergibt kurze Wege, volle Kontrolle über jedes Detail und eine Fertigung, die sich nicht an Stückzahlen orientiert, sondern am Resultat. Schöpfen statt produzieren, wie es die Marke selbst formuliert.

Für wen sind diese Brillen?

Say-Oh ist keine Fassung, die sich versteckt. Wer eine unauffällige Alltagsbrille sucht, findet bei uns passendere Marken. Say-Oh ist etwas für Menschen, die Materialien lesen können und die wissen wollen, wer ihre Brille gemacht hat – und die eine Fassung tragen möchten, die es in dieser Maserung genau einmal gibt.

Weil es sich um Einzelstücke handelt, ist unsere Auswahl online bewusst klein gehalten. Sie ist als Inspiration gedacht. Im Store zeigen wir dir mehr.

Say-Oh in Zürich und Baden anprobieren

Damaststahl muss man in die Hand nehmen. Die Maserung, das Gewicht, die Art, wie das Licht auf der Oberfläche bricht – das lässt sich in keinem Produktbild abbilden. Komm vorbei und probier sie auf.

Store Zürich, Rindermarkt 18 · Store Baden, Rathausgasse 6 · Zur Say-Oh Auswahl

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